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100 Drabbles in 100 Tagen – 58: If You Close Your Eyes

Manchmal ploppen mir Lieder scheinbar aus dem Nirgendwo in den Kopf, setzen sich fest und lassen sich nur wieder abschütteln, wenn ich sie mir ein Dutzend Mal in Dauerschleife angehört habe. Aber das gute daran ist, dass man dann ein Drabble dadurch inspirieren lassen kann.

Drabble sagst du? Ja! Das sind so putzige, kleine Kurzgeschichten von exakt einhundert Wörtern Länge. Der Titel geht dabei extra, falls du dich das gefragt hast. Nun aber los mit dem Drabble!


Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich sie klar vor mir: Berge aus Glas, bekrönt mit ewigen Flammen. Darüber das Wolkenreich mit seinen abertausend fliegenden Kesseln, aus denen Feenstaub auf den grünen Ozean regnet. Der betörende Gesang der Amethystwale in den Tiefen der Fluten verklingt erst, wenn ich die Augen öffne. Dann herrscht wieder Grau in Grau und das monotone Summen der Maschinen. Schon bald schließe ich die Augen wieder und kehre in meine Welt zurück. Reite auf dem Rücken des Ephemersittich über die Baumkronen des Curaçaowaldes. Dann – Leere. Wohlige Erwartung ergreift mich. Welche Wunder ich wohl hier entstehen lasse?

Bild: Daniel Sampaio Donate if you want (Paypal) auf Pixabay

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